Deiche

Die archäologischen Untersuchungen im nördlichen Eiderstedt dokumentierten den Aufbau des St. Johannis Koog Ringdeiches und des Osterhever Mühlendeiches. Vor den spätmittelalterlichen Katastrophenfluten des 14. Jahrhunderts erreichten die im 12./13.  Jahrhundert errichteten Deiche nur eine Höhe von NN +1,50 m bis +2 m auf. Die Höhe der Warften in dieser Zeit betrug bis NN +3 m. Erst nach den schweren spätmittelalterlichen Sturmfluten erhöhte man die Deiche und die Warften. Die ersten Deiche besaßen flache See- und Landseiten.

Literatur:

Dirk Meier, Landschaftsentwicklung und Siedlungsgeschichte des Eiderstedter und Dithmarscher Küstengebietes als Teilregionen des Nordseeküstenraumes. Teil 1: Die Siedlungen; Teil 2: Der Siedlungsraum. Untersuchungen AG Küstenarchäologie des FTZ-Westküste = Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 79 (Bonn 2001), Habelt.

Dirk Meier, Die Nordseeküste. Geschichte einer Landschaft (²Heide 2007), Boyens.

Das Blockmodell (unten) zeigt einen Schnitt durch den Deich des Osterhever Kooges am Fallstief. Die verschiedenen Deicherhöhungen stammen aus der Zeit von etwa 1200 bis 1450. Um diese Zeit war die Eindeichung des Holmkooges fertig gestellt geworden und der Deich verlor seine primäre Küstenschutzfunktion zu dem bis dahin gefährlichen Tief. Da der Deich auf setzungsfähigen Sedimenten errichtet war, sackte er jedoch ein.